Auf ein Wort

Die Studenten des 1. Semesters des Studiengangs Kommunikationsdesign an der
design akademie berlin planen am 11. August eine Aktion in Kreuzberg.

Unter dem Motto:  „Wortbild Kreuzberg“
werden an verschiedenen öffentlichen Stellen in Kreuzberg zwischen dem Paul-Lincke-Ufer und dem Görlitzer Park unterschiedliche Worte in verschiedenen Schriftarten zu sehen sein.   Die Studenten wählten Worte, mit denen sie ihrer persönlichen Haltung zu bestimmten gesellschaftlichen Situationen Ausdruck verleihen mal kritisch und mal bejahend, aber immer mit dem gebührenden Quantum an Engagement.
Diese Worte sind dreidimensional aus Styropor oder Holz geschnitten und in unterschiedlichen Oberflächen und Farben gearbeitet. Worte wie „Muttertier, „Sozialkater oder einfach „Tanz“ werden von den zwölf Studierenden an ungewöhnlichen Orten befestigt oder gelegt und somit den Kreuzbergern zum Geschenk ihres Ereignisses gemacht. Denn in der einer Woche werden sie zum großen Teil wieder verschwunden sein. Diese Aktion ist die Präsentation der Ergebnisse des 1. Semesters im Kurs Typografie unter der Leitung von Anja Steinig, an der design akademie berlin, Hochschule für Kommunikation und Design. Dort erlernen die Studenten die Regeln der Mikro-Typografie und deren Anwendung in praktischen Aufgaben.

In der Aktion „Wortbild Kreuzberg geht es darum, sich durch das Bauen der Buchstaben sehr intensiv mit den einzelnen Lettern und der jeweils gewählten Schrift auseinanderzusetzen, die Größe der Buchstaben optimal im Verhältnis zum Leseabstand auszuwählen und vor allem, die Buchstaben in den richtigen Abstand zueinander zu setzen, um eine optimale Lesbarkeit zu erreichen und ein homogenes Wortbild zu schaffen. Im Fachjargon heißt das: Spationieren.
Daneben stehen natürlich die Wahl der Schriftart und ihrer damit verbundenen Entstehungsgeschichte und die Wahl des Schrift-Schnittes, die Bedeutung und Charakter eines Wortes entscheidend prägen.